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News               

 

 

 

 

Im Schuljahr 2007/08 wurde es auf der Bühne wieder sehr „schulisch“.

Konkret griffen wir die Übertrittsproblematik an weiterführende Schulen auf, wobei wir unter anderem die Chancen von Kindern der sog. „bildungsfernen Schichten“ beleuchteten, satirisch natürlich.

 

Übertrittsdruck

 

Eine satirisch-historische Betrachtung des Übertritts an weiterführende Schulen

 mit aktueller Bestandsaufnahme und Ausblick in die Zukunft –

eine Zeitreise durch die Bildungslandschaft

 

1. Szene - Im Neandertal

 

Eines Tages muss Fred erkennen, dass seine Kinder Neander und Neandra auf der Höhlenschule zu wenig lernen und nicht einmal zählen können, von Allgemeinbildung ganz zu schweigen. Für ihn und seine Frau Wilma ist klar, dass auch ihre Kinder ein Gymnasium besuchen müssen.

Hilfe suchend wendet sich Fred an den Homo Sapiens, der sich allerdings gerade auf einer Elternbeiratssitzung befindet. Ohne zu zögern schleppt der besonnene Fred dessen Frau Sapientia unter  Zuhilfenahme einer Keule in die heimische Höhle.

 

Doch die empörte Sapientia macht ihnen unmissverständlich klar, warum die Kinder Neander und Neandra überhaupt keine Chance haben, aufs „Gymi“ zu kommen.

Fred lässt sich von Wilma vorrechnen, wie viele Mammuts er für das Schulgeld erlegen müsste und zeigt sich schließlich schweren Herzens einsichtig.

 

2. Szene – Bei den Römern

 

Rufus, der verwöhnte Sohn eines Consuls, lässt sich von seinen Sklavinnen bedienen und scheucht sie umher. Sein Vater möchte jedoch, dass er ebenfalls einmal ein bedeutendes Mitglied des Senats wird und engagiert den Privatlehrer Magister Xanthos, der Rufus in Rhetorik, Historie, Mathematik und Philosophie unterrichten soll.

Bereits nach der ersten Stunde muss Magister Xanthos feststellen, dass die Sklavinnen wesentlich gebildeter sind als der faule Rufus. So hat er seine liebe Mühe, dem vorlauten Rufus den Pythagoras sowie die Leh­ren von Diogenes und Archimedes nahe zu bringen.

Non scholae, sed vitae discimus!

 

3. Szene - In einer Dorfschule

 

Sepperl und Maria müssen nachsitzen, da sie der humorlosen Lehrerin einen Streich gespielt haben. Die Lehrerin lässt sie das Einmaleins aufsagen und stellt fest, dass Maria im Gegensatz zum Sepperl eine gute Schülerin ist. Als sie beim Joseph ein wenig mit dem Stock nachhelfen will, betritt Frau Meier, die Mutter der beiden Kinder, das Klassenzimmer. Den Ärger der Lehrerin kann die reiche Bäuerin nicht verstehen, vielmehr bedauert sie „des arme Schulfreilein“ und verspricht ihr, von der geschlachteten Sau ein Stück vorbeizubringen. Als die Lehrerin Frau Meier den Vorschlag unterbreitet, die begabte Maria auf eine höhere Schule zu schicken, kann diese nur laut lachen. Schließlich „heirat des Derndl amoi an reichen Bauern, da brauchts koa hehere  Schui“! „Aber den Xaverl, unsern Jüngsten, den kannt ma schicka, der soll amoi Pfarrer wern!“

 

 

4. Szene - Schuleinschreibung

 

Lehrerin Frau Boneff ist bei der Schuleinschreibung sehr überrascht über das Auftreten der forschen Mutter, Frau Rammelmeier-Schulze. Diese erklärt der Lehrerin sofort ungefragt, wie hervorragend sie ihre Tochter bis jetzt gefördert hat und welchen Hobbys Chantal bereits nachgeht. Die Mutter interessiert sich aber vor allem für die Übertrittsquoten ans Gymnasium, da ihr hochbegabtes Kind einmal die Anwaltskanzlei ihres Mannes übernehmen soll.

 

Frau Boneff ist bemüht, mit dem unmöglichen Verhalten Chantals zurechtzukommen, das von Frau Rammelmeier-Schulze als Kreativität ausgelegt wird.

 

 

Nachdem die Lehrerin der besorgten Mutter nicht schon bei der Schuleinschreibung einen gesicherten Übertritt ans Gymnasium zusichern kann, zieht diese schließlich eine Privatschule vor.

 

 

5. Szene – Vor dem Grundschulabitur

 

 

Heute herrscht große Aufregung, da Serafina ihr Grundschulabitur absolvieren muss. Zum Entsetzen der Oma unternimmt Mutter alles, um Serafina auf diese so lebenswichtige Prüfung vorzubereiten. Neben kinesiologischen Übungen, einem gesunden Frühstück sowie Globulis soll Frau Knüppel, eine Physiotherapeutin, das Kind leistungsfähiger machen.

                      

 

Und sollte das alles nichts nützen, bereitet sich Frau Dr. Niemöller, die Anwältin des Hauses, schon mal auf eine Intervention beim Prüfungsausschuss vor.

 

 

 

 

Wir danken Frank May für die musikalische Unterstützung am Klavier, Franziska Suske fürs Soufflieren und Annette Frey-Scheithauer für ihre Hilfe hinter der Bühne!

Franziska Suske, Annette Frey-Scheithauer, Hanni Boneff, Hanni Zeller, Monique Hennig, Heddy May (hinten, v.l.n.r.)

Verena Eberhardt, Claudia Wittmann, Uschi Weber (vorne, v.l.n.r.)  

und Frank May am Klavier

 

 

 

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